|
Die
Neue Osnabrücker Zeitung schrieb:
Lebensgroße Rösser für den Rothenfelder Kurpark
Bad Rothenfelde (awe)
Warendorf ist bekannt für seine Gestüte, Dülmen für die Wildpferde, und
der Bad Rothenfelder Kurpark erhält in diesem Sommer einen sehenswerten
Parcours: Elf lebensgroße Rösser aus Kunststoff werden pünktlich zum
Salzmarkt Mitte Juni angeliefert und den Kurgarten bis zum Quellenfest
phantasievoll bereichern.
Initiator dieser wunderbaren „Hengstparade“ ist die Dr.-Georg-Stiftung
zur Förderung von Kunst und Kultur. Sie hat in Zusammenarbeit mit der Kur
und Touristik GmbH einen künstlerischen Wettbewerb ins Leben gerufen, um
den Kurpark attraktiver zu gestalten und Schüler zum künstlerischen
Handeln zu animieren. Hauptakteure sind dabei elf Schulen und
Jugendeinrichtungen aus der Umgebung, die jeweils ihr eigenes Ross nach
ihren Vorstellungen gestalten.
Hinter den Kulissen wird in diesen Tagen an verschiedenen Orten in Bad
Rothenfelde, Dissen, Bad Iburg, Versmold und Halle kräftig gearbeitet, um
die nackten Kunststoffkörper in ein Kunstobjekt zu verwandeln.
Beispiel O-Stufe Dissen: Hier haben sich 140 Schüler zunächst am
Ideenwettbewerb beteiligt und ihre Vorschläge eingereicht: „Ganz tolle
Kreationen sind dabei herausgekommen“, freute sich Schulleiter Joseph
Schwöppe mit Blick auf phantasievolle „Hiphop-Perde“, eine bunte
„Flaggenparade“, Objekte in Ringeloptik oder symbolträchtige Darstellungen
mit Rothenfelder Wappen und Brandenburger Tor.
Die Frage, nach welcher Idee das O-Stufenpferd gestaltet werden soll,
war nicht leicht zu beantworten. So entschlossen sich die Lehrer, die
Schüler selbst entscheiden zu lassen. Nach einer Vorauswahl stehen nunmehr
zwei Sieger fest: Der Entwurf von Jil-Beatrice Rock und der Vorschlag der
Arbeitsgruppe Alexandra Hehmann, Katarina Fessenko und Jil-Beatrice Rock.
Mal sehen, ob das Huftier zwei unterschiedliche Seiten erhält oder am Ende
das Los entscheidet. Für Spannung ist gesorgt.
Nebenan in der Galerie der Hauptschule sind die Würfel gefallen: Die
Mitglieder der Kunst-AG wollen ihr lebensgroßes Tier in Anlehnung an den
Stil von Dali gestalten. Zum Einsatz kommen aber auch glitzernde
Spiegelstücke, die Helene Olfert und Xenia Weigandt gestern fein
säuberlich auf die Nüstern setzten: „Mehr wollen wir aber noch nicht
verraten.“ Die Geheimnistuerei ist verständlich, denn nach der
Präsentation beim Salzmarkt sollen die Exponate beim Bad Rothenfelder
„Winzerfest“ Ende Juli bewertet und prämiert werden. Die drei Pferde mit
den höchsten Punktzahlen erhalten zusammen ein Preisgeld von 1000 Euro.
Die „Hengstparade“ endet beim Quellenfest Mitte September, wenn die Pferde
öffentlich versteigert werden. Der Erlös geht zurück an die Schulen zur
Förderung der Kunsterziehung. |